Dienstag, 30. September 2008

28.09.09 Schwimmbad und Schreibarbeit

Heute waren wir mit Milton im Schwimmbad. Davor war natuerlich noch Memory-Zeit. Ich hab währenddessen auch nochmal ein neues Wort gelernt „Trampa“, was glaub ich so viel heißt wie „Betrueger“. Dann gings ab in den Colectivo und mit Bleifuss nach Marcara, ins Schwimmbad. Ich war mir noch ein bisschen Unsicher, da ich nämlich nur einen Bikini dabei hatte, unsere Organisation uns aber einen Badeanzug empfohlen hat. Vor dem Schwimmbad standen dann ewig viele Stände und ich hab noch schnell fuer 10 Soles (2,50 Euro) einen Badeanzug fuer mich gekauft. Als wir dann eintraten, bekam ich schon beim bloßen Anblick wieder Magenprobleme. Das Wasser des Bades war so braun und veralgt und natuerlich ohne irgendwelche Reinigungsprozesse, das ich mal wieder auf die gute, alte Hirnabschalttechnik vertrauen musste. In den „Umkleiden“ hab ich mir dann meinen neuen Badeanzug angezogen und musste erschrocken feststellen, dass Bein und Brust deutlich weiter ausgeschnitten waren als bei deutschen Modellen. Also hab ich eben den Bikini noch mit drunter gezogen, was ein wirklich schönes Bild abgab. Im ganzen Schwimmbad waren vieleicht noch 4 andere Frauen und die hatten kurze Hose und T-Shirt an. Ich kam mir also in meinem Essemble mehr als verrucht vor. Zum Glueck war das Wasser so schmutzig, dass man meinen Körper nicht sehen konnte und es war warm, ca. 40 Grad oder mehr. Ein wahres Schlaraffenland also fuer so allerlei Getier. Dank Hirnausschalttechnik bin ich dann auch hineingesprungen und hab natuerlich sogleich Wasser geschluckt (sehr gute Leistung, Sabine). Naja, ab da wars dann eh schon wurscht, Herzlich Wilkommen Amöben-Ruhr.. Milton wollte immer unbedingt Wettschwimmen mit uns veranstalten. Da die meisten Peruaner aber nicht schwimmen lernen und es sich wenn dann selber beibringen, kommt dabei meist nur ein zappeliges geplantsche heraus. Milton war also immer letzter. Beim Wetttauchen hab dann sogar ich gewohnen. Danach sind wir noch in die sogenannten Cuevas, das sind so Naturhöhlen im Berg, in denen es aus irgend einem Grund natuerlich warm ist. Eine Natursauna quasi. In die kleinen Höhlen durfte man immer nur zu zweit, fuer zehn Minuten. Ich bin also mit Thomas rein. Gute Wahl, denn in der Höhle war ueberhaupt kein Licht und in so einem winzigem Vorraum war die einzige Dusche und das war ja dann auch gleich die Umkleidekabine. Es musste sich also immer einer Umdrehen, während der andere sich umzog. Alles in allem war es ganz nett, wobei es die Durchfallerkrankung die ich jetzt natuerlich habe, leider nicht wert war. Naja, Pech gehabt. Was nicht tötet härtet schliesslich ab.
Nach dem Essen hab ich das erstemal seit 10 Tagen (bis auf die Melone nach dem Cuy-Ereignis) mal wieder Obst gegessen. Eine Banane. Mann, war die lecker. Wir haben echt ein riesen Glueck, das Miltons Mama einen Laden hat. Danach, haben wir den ganzen Abend noch unseren Unterricht vorbereitet, den wir morgen halten sollen, in Cauhish. Ich habe eine Suedamerikakarte gebastelt (auf die ich sehr stolz bin) und eine Peru Karte und wir haben aus unseren Fotos Collagen gemacht, immer nach Themen sortiert, wie Berlin, bayerische Traditionen, Feuerwehr, Sport usw. Dann haben wir uns noch Fragen ausgedacht, etwa „wie heissen die Berge in Deutschland“ und fuer jedes Kind einen Buntstift und einen Luftballon eingepackt. Leider duerfen wir den Kindern nicht gleich alle Geschenke auf einmal geben. Und auch nicht nur ein Spiel mitbringen, weil es dann sofort Streit gibt. Ausserdem sind wir ja jetzt in mehr Schulen als erwartet. Ich danke hier schon mal Faber-Castell, die mir wirklich haufenweise Stifte gespendet haben. Die Kinder lieben sie. Sie sind ganz verrueckt auf die Geschenke. Im Gegensatz zu den Bewohnern von Jangas, sind die Leute in den Dörfern in denen wir Unterrichten wirklich sehr arm.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Warum gibt es keine Foto von dir im Anzug-Bikini???