Dienstag, 23. September 2008

Die erste Woche in Jangas

Die Fahrt mit dem "Cruz del Sur" hat meine Erwartungen uebertroffen. Ich weis gar nicht ob es solch super Busse in Deutschland ueberhaupt gibt. Die Sitze sind wie Schlafsessel! Jeder Passagier bekommt eine sehr kuschelige Decke und kann seinen Sity in die horiyontal bringen, wenn erwuenscht. Es war so bequem, dass ich mier wuenschte, die çreise wuerde noch etwas laenger dauern (davon abgesehen, dass die Stra'en yiemlich schmal und kurvig waren, die Abgruende dafuer sehr steil und meist ungeschuetzt, der Fahrer aber Gas gab als waeren wir auf dem Highway. In Huaraz angekommen, riefen wir Milton an, der uns ineinem sehr grossen und modernen Landrover abholte (nur dass es fuer den Ruecksitz keine Anschnaller gibt, aber - he - wer bracht die schon? Endlich in Jangas angekommen, verstanden wir erstmal gar nix. Milton erzaehlte und erzaehlte ueber das Projekt, aber ich verstand nur Bahnhof und wurde langsam etwas verzweifelt. Dann eroeffnete er uns auch noch, dass wir erstmal nicht bei Gastfamilien wohnwn sondern in einer "Hospedaje", einer, naja, sagen wir "Unterkunft". Warum dass unbedingt so sein muss hab ich bis heut nicht verstanden, aber wir koennen uns ja schlecht einfach eine Familie krallen. Danach lernten wir Arianne kennen, eine Amerikanierin, die auch Entwicklungshilfe in Jangas betreibt. Ich wahr so unglaublich froh sie zu treffen, weil wir uns mit ihr in Englisch verstaendigen konnten und sie uns ein bischen uebersetzen konnte. Am naechsten Tag waren wir mit grossem Trara beim Buergermeister zu Gast. Leider erfuhren wir erst kurz davor davon, waren nicht vorbereitet und konnten nicht viel mit ihm Reden. Nicht mal ein Foto haben wir gemacht (vergessen) und ich glaube im nachhinein er war etwas enttaeuscht. Naja, vielleicht koennen wirs wieder gut machen. Dann gings los, Rundfahrt durch halb Ancash (die Region in der wir sind). Wir haben viele tolle Aussichten genossen und Fotos gemacht (siehe Album).

Das ist Jangas, ein wunderschoenes Staedtchen

Peru ist wirklich wunderbar. Es gibt sehr viele Gegensaetze. Neben einem hochmodernem Haus, angemalt in den schoensten Farben, steht ein Haus das nicht mal verputzt ist. Dahinter ist ein "Haus" das schon lang verlassen wurde, oder noch nie fertiggestellt, das ist nicht yu erkennen. Dieses Haus hat weder Fenster, noch Tuer, noch Bewohner. Meistens wachsen schon Pflanzen daraus. Auch die menschen sind unterschiedlich. Es gibt unzaehlige Frauen die ganz modern angezogen sind, die Jugendlichen meist in ihrer Schuluniform (Trainingsanzug) die aelteren mal im Minirock, meistens in Jeans und langem Pullover, trotz der Hitze. Dennoch sind die meisten aelteren Frauen in ihren alten Trachten zu sehen, die typischen Huete und weiten Roecke. Fast jede dieser Frauen hat ein Tuch ueber den Ruecken, indem sie wahlweise Pflanzen oder Babys transportieren. Und es ist immer etwas los, ueberall, auf jeder Strasse, spielen Kinder, Spazieren die Leute, machen Einkaeufe, oder sitzen einfach nur da und schauen. In Peru erfaehrt man einfach die geballte Ladung Leben! Es gibt unzaehlige kleine Tiendas (Laeden), mir schein manchmal mehr als es Wohnhaeuser gibt. Dafuer sucht man vergeblich nach einem Supermarkt. Auch die Landschaft in Ancash ist der Hammer. Die Berge sind gigantisch, so geeindruckend, dass ihnen kein Foto der Welt je gerecht werden koennte. Leider gibt es eine schlechte "costumbre", eine Angewohnheit der Jugendlichen, naemlich die trockene Landschaft anzuzuenden. Wenn man durch die Strassen faehrt, sieht man hier und da immer mal wieder Buschwerk oder Graesser brennen. Als ich Milton gefragt habe ob das nicht gefaehrlich sei, immerhin wurden die Feuer weitgehend ignoriert, zuckte er nur mit den Schultern und meinte: ja. Aber es ist nun mal eine Gewohnheit der Jugendlichen." Das wars. Thema erledigt. Das Essen hier ist sehr ueppig. So gut wie alles was ich bisher gegessen hab, war frittiert. Dazu gibt es immer Limonade. Vom Wasser trinken halten die Peruaner wenig. Wenigstens vertrag ich bisher alles sehr gut.



Ich auf einem Alpaca

Wir haben schon so viele Sachen angesehen und besucht, ich kann leider gar nicht alles aufschreiben, bin schon seit zwei Stunden im Internet.

Gestern waren wir dass erstemal an unserem Arbeitsplatz, eine kleine Schule in einem Ureinwohnerdorf. Wir sollen dort - haha- Ernaehrungskunde unterrichten. Leider hab ich null Ahnung von Ernaehrungskunde und leider koennen die Kinder kaum Spanisch, genauso wie wir, na gut, ein bisschen besser. Ich hab keine Ahnung wie wir das auf die Reihe kriegen sollen, aber kommt Zeit kommt Rat, oder wie die Peruaner gern sagen, es geht alles "Poco a poco". Es ist eh vieles anders als Beschrieben. Irgendwie ist dass alles ein grosses durcheinander. Mit Englisch und Computerunterrichten sieht es schlecht aus, das macht naemlich schon Ariane. Dann eben Ernaehrung und Theater. Ich bin ja mal gespannt!








Die Schule in dem kleinen Doerfchen, in der wir unterrichten.

So, dass wars fuers erste. Ich haette noch viel mehr zum Schreiben, aber leider keine Zeit mehr.
Ich werde mich bald wieder melden. Freu mich uebrigens ueber Kommentare von euch :-)

Viele liebe Gruesse y con un abrazo

Sabine

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hey,
freut mich, dass Ihr gut angekommen seid und die erste Woche gut überstanden habt. Dann zeigt den Kerlen mal, was man alles frittieren kann und überzeugt sie vom guten alten Wasser!
Grüße auch von Freddy an Vroni!

ölg

Anonym hat gesagt…

Hey Bine, freut mich auch dass ihr gut angekommen seid. habt ja schon viel gesehen nach einer Woche. Sau geil. Da kann man neidisch werden. wünsch euch noch viel spaß... Viele Grüße Dani

Anonym hat gesagt…

Hiho!
Ich hoff dir gehts gut da drüben und du hast ein paar nette Leute um dich rum.
Wir vermissen dich hier schon voll.
Komm bald wieder! :)
Bis dahin lass es dir noch gut gehen!
Wir wollen mehr Bilder sehen!!
Viele liebe Grüße
Michi