Heute hab ich Thomas gesagt er soll den Schalter für die Elektrodusche gleich umgelegt lassen, damit ich auch endlich mal mit warmen Wasser duschen kann – sie war eiskalt. Ich glaub ich hab noch nie so kurz geduscht, ca. 2 min. lang, ohne Haare waschen. Buah. Irgendwie funktioniert die noch nicht richtig, aber bis das wieder repariert wird, können wohl schon noch mal ein paar Wochen ins Land ziehen. Nach dem Frühstück hatten wir frei, heute war überhaupt nichts geplant. Ich war heute auch ausgesprochen faul und habe die ganzen 3 Stunden bis zum Mittagessen nur ein Buch gelesen. Dann kam Milton und sagte, wir gehen jetzt zum Essen, der Señor von gestern hätte uns eingeladen (na Prima, Bruno, der Besoffene mit dem 8. Weltwunder). Ich war nicht sehr erfreut, aber ich konnt ja schlecht nein sagen. Als wir dann bei ihm waren, war ich überascht. Das Haus (oder die Wohnung) war total hübsch und sauber und hell. Wir setzten uns also hin und er servierte uns ceviche, das ist marinierter Fisch mit Zwiebeln, Salat und Gemüse. Dazu einen Teller Reis, aus von dem wir zu dritt aßen. Es schmeckte mir sogar. Der Reiseführer hat uns davor gewarnt ceviche zu Essen, da es bei unhygienischen Verhältnissen schnell mal zu Krankheiten führen kann. Aber bei ihm sah es alles andere als unsauber aus und ausserdem hat er uns ja extra dazu eingeladen, da kann ich ja nich sagen, ich ess es nicht. Mittlerweile bin ich auch schon um einiges resistenter geworden, was Essen angeht. Mich bringt kaum noch etwas eilig aufs Klo. Die Stunde die wir dann bei Bruno waren, war ganz nett. Irgendwie arbeitet er auch in Lima oder so, ich habs nicht genau verstanden und er hat uns erzählt wie gefährlich es da ist und das man immer sofort ausgeraubt wird. Tja, gut das wir da bald wieder hinfahren um Anika und Joana abzuholen. Naja, sind ja höchstens eine Nacht da und da ja dann auch im sicheren Hotel. Als Milton Bruno dann gefragt hat, warum er uns eingeladen hat, hat er dann gesagt „para ver Sabine“, also um mich zu sehen. Ach herrje. Ich muss sagen, er ist eigentlich schon ein ziemlich cooler Kerl, so ein Surfertyp, mit lockigen Haaren und sportlicher Figur und er ist noch nicht mal so klein wie die andern. Er scheint auch sehr weltoffen zu sein, jedenfalls hingen an seiner Wand Karten von Europa und von der Antarktis und – wer hätts gedacht – von den 7 Weltwundern. Aber... er ist alt! Zumindest sieht er so aus, ich finds zwar eh schwer die Leute hier einzuschätzen, aber ich glaube trotzdem, dass er nicht unter 35 ist. Also, sorry, aber nein danke. Nach dem ceviche, das nicht unbedingt so viel war wie die Portionen die wir sonst immer vorgesetzt kriegen, war ich direkt froh. Ich seh mittlerweile eh schon aus wie so ein Moppel und ich würde das jetzt langsam gerne mal wieder ändern. Deswegen fand ich es nicht schlimm, das wir auf das Vergara-Essen dieses Mal verzichten mussten. Kaum bei den Vergaras angekommen, sagte die Milton-Mama: Los, setzt euch hin zum Essen. Ähm, wie bitte? In der Küche standen dann auch schon zwei mega vollgeladenen Teller für uns bereit, samt Salat. Da ich es einfach nicht übers Herz bringe, Essen stehen zu lassen, hab ich brav gegessen. Es schmeckte ja auch gut. Ich war fast am Ende, da setzte uns Milton-Mama gerade einen Teller „sopita“ wie sie es immer nennt, vor die Nase. Sopita bedeutet Süppchen. Diese Süppchen sind aber immer aufgeladen bis zum hintersten Tellerrand. Ich musste aufgeben. Konnte nicht mehr. Ich glaube das war das erstemal seit was weis ich wie viel Jahren, dass ich ein Essen zurückgehen lasse. Naja. Wird wenigstens nicht weggeschmissen, sondern Dolly, der Haushund kann sich drüber freuen. Obwohls mir schon trotzdem leid getan hat.
Danach hatten wir wieder frei, bis wir um Drei zur Castellano-Stunde fahren sollten. Ich hab mich in die Hängematte gelegt und Hörbuch gehört. So einen entspannten Tag hatte ich schon lang nicht mehr. Dann um Drei sind wir zur unserer guten, alten, geliebten Hospedaje gefahren, weil wir da immer noch den Unterricht haben (wieso auch immer). Als wir ankamen, erwartete uns eine Überraschung: Das „Bett“ (Matratze auf Betonklotz), das seit unserem Auszug nie wieder gemacht worden ist war... weg! Ich hab mich noch gewundert, weil ich doch nicht ganz glauben konnte, das die Besitzerin der Hospedaje nach jedem Gast die Matratze wechselt, da kam sie auch schon angerauscht und hat im Düsenjettempo mit Milton irgendwas auf Spanisch diskutiert, ca. 20 Min. lang. Wir hatten die vage Vermutung, es ginge dabei um uns und um die Glastür, bei der Thomas mal ein Stück rausgebrochen ist. Wir lagen gar nicht mal so falsch, aber das war noch nicht alles. Durch das Loch in der Glastür ist es irgendwelchen Banditos in der Nacht gelungen die Tür aufzumachen um... ja, richtig, um die Matratze zu klauen!!! Ich wusst im ersten Moment nicht ob ich lachen oder mir Sorgen machen soll. Ich entschied mich fürs lachen, weil die ganze Situation einfach zu doof war. In dieser Hospedaje gibt es nichts, aber wirklich rein gar nichts was man mitnehmen könnte. Es gibt ja noch nicht mal Möbel, nur diese zwei Betonklötze. Abgesehen von der Matratze. Und die ist jetzt weg. Das Klopapier das wir noch da ließen, haben die Diebe übrigens nicht mitgenommen. Leider fand die Besitzerin das ganze nicht so lustig. Sie will für diese uralte, durchgelegene, saumässig unbequeme Matratze und für das Glas in der Tür 300 Soles haben. Hmpf. Dabei hätte jeder, der sich für die Matratze interessiert, ganz einfach eine Scheibe dieser Hampti-Dampti-Glastür einschlagen können, wäre überhaupt kein Problem gewesen. Aber nun gut, Pech gehabt. Kann sich der nächste Gast in dieser schrecklichen Unterkunft wenigstens über eine gescheite Matratze freuen. Eine gute Tat am Tag ist ja auch nicht zu verachten.
Danach hatten wir wieder frei, bis wir um Drei zur Castellano-Stunde fahren sollten. Ich hab mich in die Hängematte gelegt und Hörbuch gehört. So einen entspannten Tag hatte ich schon lang nicht mehr. Dann um Drei sind wir zur unserer guten, alten, geliebten Hospedaje gefahren, weil wir da immer noch den Unterricht haben (wieso auch immer). Als wir ankamen, erwartete uns eine Überraschung: Das „Bett“ (Matratze auf Betonklotz), das seit unserem Auszug nie wieder gemacht worden ist war... weg! Ich hab mich noch gewundert, weil ich doch nicht ganz glauben konnte, das die Besitzerin der Hospedaje nach jedem Gast die Matratze wechselt, da kam sie auch schon angerauscht und hat im Düsenjettempo mit Milton irgendwas auf Spanisch diskutiert, ca. 20 Min. lang. Wir hatten die vage Vermutung, es ginge dabei um uns und um die Glastür, bei der Thomas mal ein Stück rausgebrochen ist. Wir lagen gar nicht mal so falsch, aber das war noch nicht alles. Durch das Loch in der Glastür ist es irgendwelchen Banditos in der Nacht gelungen die Tür aufzumachen um... ja, richtig, um die Matratze zu klauen!!! Ich wusst im ersten Moment nicht ob ich lachen oder mir Sorgen machen soll. Ich entschied mich fürs lachen, weil die ganze Situation einfach zu doof war. In dieser Hospedaje gibt es nichts, aber wirklich rein gar nichts was man mitnehmen könnte. Es gibt ja noch nicht mal Möbel, nur diese zwei Betonklötze. Abgesehen von der Matratze. Und die ist jetzt weg. Das Klopapier das wir noch da ließen, haben die Diebe übrigens nicht mitgenommen. Leider fand die Besitzerin das ganze nicht so lustig. Sie will für diese uralte, durchgelegene, saumässig unbequeme Matratze und für das Glas in der Tür 300 Soles haben. Hmpf. Dabei hätte jeder, der sich für die Matratze interessiert, ganz einfach eine Scheibe dieser Hampti-Dampti-Glastür einschlagen können, wäre überhaupt kein Problem gewesen. Aber nun gut, Pech gehabt. Kann sich der nächste Gast in dieser schrecklichen Unterkunft wenigstens über eine gescheite Matratze freuen. Eine gute Tat am Tag ist ja auch nicht zu verachten.
Am Abend in der Haengematte, konnte ich mal wieder beobachten, dass hier noch einiges an Aufklaerung fehlt. Die Jugendlichen haben mal wieder gezuendelt. Diesmal musste ein ganzes Waldstueck dran glauben:

3 Kommentare:
Hi Bine,
brennt es dort öfters?
Gruß Fränz
ja staendig. Die Jugendlichen zuenden die Umgebung an, weil ihnen langweilig ist. Ist ein ziemliches Problem hier. Das Feuer ist aber meistens bald wieder aus.
Bine verdreht scho wieder allen den Kopf....
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